Forschungsprojekt BattOut: Bildverarbeitung für sicheres Recycling
System zur automatisierten Analyse von Elektroaltgeräten auf Wertstoffhöfen in Betrieb genommen
In Deutschland ist in den vergangenen Jahren eine stark steigende Zahl an Bränden in Recyclinganlagen und auf Wertstoffhöfen zu beobachten. Die Hauptursache: Unsachgemäß entsorgte Batterien und Elektroaltgeräte, die als potenzielle Zündquelle ein hohes Brandrisiko darstellen. Gerade die die immer beliebter werdenden Einweg-E-Zigaretten (Vapes) enthalten oft fest verbauten Lithium-Müll, der extrem brandgefährlich ist. Aber auch unwissentlich falsch entsorgte Alltagsgeräte mit verstecktem Energiespeicher gelten als Ursache für Brände.
Für Wertstoffhöfe und Recyclinganlagen stellt dies ein immer größer werdendes Risiko dar. Genau hier setzt das Forschungsprojekt BattOut an, bei dem insensiv als einer der Konsortialpartner beteiligt ist und das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird. Ziel des Projekts unter der Leitung der Universität Bielefeld ist die automatisierte Analyse von Elektroaltgeräten auf Wertstoffhöfen. Mithilfe intelligenter Technologien sollen Geräte, die Batterien oder Akkus enthalten, zuverlässig erkannt und vor dem weiteren Recyclingprozess aussortiert werden. Dadurch lassen sich sowohl die Sicherheit als auch die Effizienz im Recycling nachhaltig verbessern.
Als Spezialist für industrielle Bildverarbeitung hat insensiv für das Projekt BattOut ein kamerabasiertes Erkennungssystem zur Analyse der Elektroaltgeräte auf einem Förderband entwickelt. Die Vermessung und Analyse der eingegebenen Elektronikgeräte erfolgt dabei über mehrere 2D-Kameras für hochauflösende Nahaufnahmen zur Auswertung verschiedener relevanter Produktmerkmale sowie 3D-Kameras zur 3D-Vermessung und Aufnahme von Farbbildern aus unterschiedlichen Perspektiven.
Ein wichtiger Meilenstein wurde inzwischen erreicht: Das im Projekt entwickelte Gesamtsystem wurde am Wertstoffhof der Stadt Bielefeld installiert und befindet sich nun im Praxistest. Die Ergebnisse dieser Erprobungsphase werden wichtige Erkenntnisse für die weitere Optimierung und den zukünftigen Einsatz der Technologie liefern.
Forschungs- und Entwicklungsprojekte sind für insensiv schon immer ein wichtiger Treiber für Innovation. Sie ermöglichen den Austausch mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie, fördern die Entwicklung neuer Technologien und schaffen die Grundlage dafür, innovative Lösungen frühzeitig in die industrielle Praxis zu überführen. Unser Dank gilt daher auch im Projekt BattOut allen Projektpartnern für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit: der Universität Bielefeld, Hellmann Process Management GmbH & Co. KG, delta3 GmbH, Fraunhofer IOSB-INA sowie InnoZent OWL e. V.. Wir freuen uns darauf, das Projekt gemeinsam weiter voranzubringen und die nächsten Entwicklungsschritte umzusetzen.




